Wölfe

Timberwölfe

Timberwölfe leben im Norden Amerikas bis hinauf nach Alaska. Einst waren sie die am weitesten verbreiteten Wölfe in Nordamerika – heute überleben sie nur in Gegenden, die von Menschen dünn besiedelt sind.

Steckbrief:

Herkunft:

 

Nahrung:

Karibus, Kleinsäuger, Beeren, Pflanzen

Größe:

100 cm hoch

Gewicht:

80.0 kg

Brut-/Tragzeit:

maximal 64 Tage

Geschwindigkeit:

maximal 60 Km/h

Erreichbares Alter: 

maximal 20 Jahre


Der Wolf ist besser als sein Ruf
Seit jeher betrachten viele Menschen den Wolf als Feind und haben ihn deshalb erbarmungslos verfolgt. Es gibt aber gar keinen "bösen" Wolf. Der Wolf fällt nur die schwachen und kranken Tiere an. Damit sorgt er für das Gleichgewicht in der Natur.

Wölfe sind sozial und mögen die Großfamilie
Wölfe sind gesellige Tiere und leben gerne im Rudel. Das heißt, mehrere Männchen und Weibchen mit den Jungen kümmern sich umeinander ­ aber nach einer ganz bestimmten Rangfolge. Innerhalb dieser Familie gibt es zwei getrennte soziale Rangordnungen: die Weibchen kämpfen um einen Platz innerhalb ihrer "Frauengruppe", die Männchen unter sich um ihre Stellung. Am meisten zählt bei diesen Kämpfen die körperliche Kraft. Ist alles im Rudel geklärt, lebt die Großfamilie, zu der bis zu zehn Wölfe gehören, recht friedlich zusammen. Alle jagen gemeinsam und verteilen das Fressen gerecht an die Jungtiere und an die alten Wölfe der Gruppe.
Mutter mit Jungtier
In das Chorheulen stimmen alle ein
Fängt ein Wolf an zu heulen, stimmen kurz darauf die anderen ein. Sie bleiben an der Stelle, an der sie gerade sitzen oder stehen, richten die Schnauze gen Himmel, ziehen die Mundwinkel weit nach vorn, und los geht's: In langgezogenen, auf- und abschwingenden Tönen singen sie regelrechte Heulstrophen! Genauso plötzlich wie der "Spuk" angefangen hat, endet er auch wieder. Anschließend laufen alle im Rudel aufgeregt umher, belecken sich winselnd die Schnauzen, freuen sich und spielen.
Jungtiere     Wolf
Körperhaltung verrät Rangfolge
Die Rangfolge erkennt man an der Körperhaltung des Wolfes. Die ranghöchsten Tiere sind das "Alpha-Männchen" und das "Alpha-Weibchen". Sie zeigen ihre Stellung im Rudel durch selbstbewusstes Verhalten: Aufrechten Ganges und mit hochgestelltem Schwanz laufen sie durch die Gegend. Gibt es Streit in der Gruppe, zeigen die "Untergebenen" sich demütig: Ihre Körperhaltung ist geduckt, die Ohren sind nach hinten gelegt und der Schwanz ist eingezogen. So wie bei ihren Verwandten, den Hunden.

Kaum zu glauben, aber wahr:
Wird im eigenen Rudel gekämpft, wirft sich der unterlegene Wolf auf den Rücken und bietet dem Alpha-Männchen seine Kehle. Das beißt aber nicht zu, weil die Natur hier mit einer "Beißhemmung" vorgesorgt hat. Dadurch beißen sich innerhalb eines Rudels nicht alle gegenseitig tot. Im Kampf mit Wölfen aus anderen Rudeln geht es dagegen um Leben oder Tod...

  

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